Katy Perry!

Katy Perry verwandelt den Schlossplatz in ein poppiges Spektakel

Wer am Mittwochabend den Schlossplatz betrat, bekam weit mehr als ein gewöhnliches Popkonzert geboten. Katy Perry machte mit ihrer „The Lifetimes Tour“ Station bei den Jazz Open Stuttgart 2026 und verwandelte das historische Ambiente vor dem Neuen Schloss in eine gigantische amerikanische Entertainment-Bühne. Knapp zwei Stunden lang regierten Konfetti, spektakuläre Bühneneffekte, unzählige Kostümwechsel und eine bis ins kleinste Detail durchchoreografierte Show, die keine Sekunde stillstand. Es war genau die Art von überdimensionalem Pop-Spektakel, für die Katy Perry seit Jahren weltweit gefeiert wird.

Den Auftakt des Abends übernahm die Stuttgarter Pop-Rock-Band THE STEREOLINES, die das Publikum mit eingängigen Songs und viel Spielfreude auf Betriebstemperatur brachte. Die größte Überraschung des Abends folgte jedoch wenig später mit DAGNY. Die Norwegerin bewies eindrucksvoll, warum sie längst zu den spannendsten Pop-Exporten Skandinaviens zählt. Mit ihrer sympathischen Ausstrahlung, einer beeindruckenden Bühnenpräsenz und hymnischen Popsongs zog sie das Publikum vom ersten Moment an in ihren Bann. Ihre Mischung aus modernen Synth-Pop-Klängen, tanzbaren Beats und starken Refrains funktionierte auf dem Schlossplatz hervorragend. Spätestens nach „Somebody“ war klar, dass hier weit mehr als eine gewöhnliche Vorband auf der Bühne stand. Dagny lieferte einen energiegeladenen Auftritt, der viele Zuschauerinnen und Zuschauer neugierig auf mehr machte und sich als echtes Highlight des Festivalabends entpuppte.

Als schließlich die ersten Takte von „California Gurls“ erklangen, explodierte der Schlossplatz förmlich. KATY PERRY erschien in einem farbenfrohen Outfit auf einer Bühne, die eher an eine Las-Vegas-Produktion als an ein klassisches Festival erinnerte. Von Beginn an jagte ein optisches Highlight das nächste. Praktisch jeder Song brachte neue Kulissen, neue Tänzerformationen und ein weiteres extravagantes Kostüm mit sich. Kaum hatte man sich an einen Look gewöhnt, stand Perry bereits in der nächsten schillernden Kreation wieder auf der Bühne.

Katy Perry verwandelt den Schlossplatz in ein poppiges Spektakel

Besonders spektakulär wurde es während „I Kissed a Girl“, als Katy Perry kurzerhand in einer riesigen transparenten Wasserflasche Platz nahm und sich damit über die Köpfe des Publikums tragen ließ. Wie in einem gigantischen Bubble Ball schwebte sie mitten durch die begeisterten Fans und sorgte für unzählige staunende Gesichter und gezückte Smartphones. Solche Momente machten deutlich, dass diese Show weit mehr sein wollte als ein Konzert. Sie war eine perfekt inszenierte Pop-Produktion, bei der Musik und Entertainment nahtlos ineinander übergingen.

Katy Perry gehört seit fast zwei Jahrzehnten zu den größten Popstars der Welt. Der Durchbruch gelang ihr 2008 mit dem Album One of the Boys, bevor sie sich spätestens mit Teenage Dream endgültig in den Musikolymp katapultierte. Mit über 115 Milliarden Streams, zahlreichen Diamond-Auszeichnungen und unzähligen Welthits zählt sie längst zu den erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Generation. Gleichzeitig engagiert sie sich seit vielen Jahren als UNICEF-Botschafterin für Kinderrechte und setzt sich für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Vielfalt ein. Diese Mischung aus Weltstar, Entertainerin und sozial engagierter Persönlichkeit verleiht ihrer Karriere bis heute eine besondere Strahlkraft.

Musikalisch ließ der Abend kaum Wünsche offen. „Teenage Dream“ entfaltete auf dem Schlossplatz genau jene nostalgische Magie, die den Song seit seiner Veröffentlichung zu einer Hymne einer ganzen Generation gemacht hat. Tausende sangen jede Zeile lautstark mit und verwandelten den Platz in einen riesigen Chor. Nicht minder eindrucksvoll präsentierte sich „Roar“, das mit seiner kraftvollen Botschaft und der imposanten Inszenierung zu einem der emotionalen Höhepunkte des Konzerts wurde. Den krönenden Abschluss bildete schließlich „Firework“. Während der Song in einem verlängerten Finale immer weiter anschwoll, schossen Fontänen aus Konfetti und eine gigantische Schaumkanone tauchte den gesamten vorderen Publikumsbereich in ein Meer aus weißem Schaum. Gemeinsam mit den Lichteffekten und der euphorischen Stimmung entstand ein Schlussbild, das den Schlossplatz in eine einzige riesige Party verwandelte.

Auch weniger offensichtliche Programmpunkte wie „Never Really Over“, „Dark Horse“, „Hot N Cold“ oder das überraschende Cover von „Heads Will Roll“ fügten sich nahtlos in die abwechslungsreiche Dramaturgie des Abends ein. Tänzerinnen und Tänzer, Videoprojektionen, aufwendige Requisiten und perfekt abgestimmte Choreografien sorgten dafür, dass selbst in den Umbaupausen keine Sekunde Leerlauf entstand.

Am Ende blieb ein Konzert, das eindrucksvoll zeigte, warum Katy Perry seit Jahren zu den größten Entertainerinnen der Popwelt zählt. Die Jazz Open Stuttgart bewiesen erneut ihre stilistische Vielfalt und holten mit diesem Gastspiel ein echtes internationales Show-Highlight auf den Schlossplatz. Wer dabei war, erlebte nicht nur ein Konzert, sondern eine überbordende Pop-Inszenierung voller Farben, Überraschungen und mitreißender Momente, die dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
MK Schechler

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Da pro Fotograf nur sechs Fotos vom Management freigegeben wurden haben wir die Foto-Galerie mit einigen Fan-Fotos zur Show ergänzt.

Katy Perry
Mittwoch, 08. Juli 2026 | Schlossplatz Stuttgart
Jazz Open Stuttgart
www.jazzopen-stuttgart.com

Setlist
1. California Gurls
2. Teenage Dream
3. Last Friday Night (T.G.I.F.)
4. Chained to the Rhythm
5. Never Really Over
6. Space odessey
7. Dark Horse (Solo version)
8. E.T.
9. Part of Me (With elements of Power by Snap!)
10. I’M HIS, HE’S MINE (Solo version)
11. Bon appétit
12. bandaids
13. Watch It Burn
14. Heads Will Roll (Yeah Yeah Yeahs cover)
15. Legendary Lovers (Shortened, into Save me remix)
16. The One That Got Away
17. Hot n Cold
18. I Kissed a Girl (Remix, extended, while being in a bottle)
19. ALL THE LOVE
20. LIFETIMES
21. Wide Awake
22. Roar
Zugabe:
23. Firework (Extended outro)

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