Iron Maiden!

Iron Maiden! Bruce Dickinson in Freiburg, 2018

IRON MAIDEN liefert – aber mal sowas von!

Iron Maiden – Bruce & Eddie in Freiburg
30.000 zumeist schwarz gekleidete Besucher streben auf die Freiburger Messe zu. Ein Mega-Event steht an. Heiß ist es, trotzdem tauschen viele Fans Ihre T-Shirts gegen die aktuellen Band-Shirts zur Tour beim Merchandiser vor Ort, natürlich auch in schwarz. IRON MAIDEN, seit vierzig Jahren im Musikgeschäft, sind als Vertreter der “New Wave of British Heavy Metal” wieder ganz oben. Das Open-Air-Konzert war lange im Vorfeld ausverkauft, die Erwartungen hoch.

Gegen 20:45 Uhr startet der Haupt-Act. Zuvor hatten bereits THE RAVEN AGE und KILLSWITCH ENGAGE für die richtige Grundstimmung gesorgt. Die Konzerte starten traditionell mit “Doctor, Doctor”, einem Song der britischen Band UFO aus der Konserve. Danach folgt eine Ansprache von Winston Churchhill, Britischer Premierminister während des WW2. Das ist auch die Steilvorlage für den ersten Song “Aces High”, bei dem eine 1:1 Kopie einer britischen Spitfire die riesige Bühne entert, sich erhebt und sich mit drehendem Propeller sogar Richtung Zuschauer bewegt während Bruce Dickinson sich mit einem riesigen Sprung auf den vorderen Teil der Bühne katapultiert. Die einzelnen Bühnendekorationen werden von militärisch in Tarnanzügen bekleideten Roadies Stück für Stück, Bühnenbild für Bühnenbild enthüllt.

Der Tourname “Legacy Of The Beast” ließ schon vermuten, dass nicht nur die Songs eines Albums, garniert mit einigen Hits den Fans vorgesetzt werden. Tatsächlich stammten die Songs aus neun der 16 Studienalben, angeführt von THE NUMBER OF THE BEAST, dem Durchbruchalbum aus 1982 mit allein drei Titeln (Hallowed Be Thy Name”, The Number of The Beast” und natürlich “Run To The Hills”). Mit diesem Album war IRON MAIDEN damals als Vorband der SCORPIONS auf deren US-Tour zum Album “Blackout” dabei. Immer wieder gab es Krisen in der Band, so wie Mitte der Neunziger, aber immer wenn Bruce Dickinson Frontmann war, hatte IRON MAIDEN die größten Erfolge.

Wie ein Derwisch springt Bruce Dickinson über die Bühne, wechselt sein Outfit noch öfter wie das Bühnenbild. Kämpft mit seine variantenreichen Stimmlagen gegen die Grundbefeuerung von Bassist und Bandgründer Steve Harris an. Eine kurze Ansprache an die Fans gibt es vor “The Clansman”, einem Song über den Freiheitskämpfer William Wallace zum Thema Freiheit. Dabei durfte natürlich ein Bezug zu FREI-Burg nicht fehlen. Zwei Tage vor dem Konzert ist Bruce Dickinson direkt neben dem Konzertgelände mit dem bandeigenen Flugzeug gelandet. Nebenan ist der Flugplatz, heute hauptsächlich Parkplatz.

Dickinson schwingt mal einen Flammenwerfer, huscht mal mit Taschenlampe über die Bühne, zündet Feuerwerk und kämpft gegen das übergroße Bandmaskottchen Eddie. Als Prister fein gescheitelt tritt er für “Sign Of The Cross” auf. Die Erwartungen waren hoch – und die Band hat geliefert, vollständig. Klasse! So auch die einhellige Meinung der Fans nach dem Konzert. Mit dem – auch traditionellen Monty Python Song “Always Look on the Bright Side of Life” geht es beschwingt Richtung Parkplatz und viele trinken unterwegs noch ein kühles TROOPER Bier für drei Euro am Straßenrand, das von der englischen Robinson Brewery nach dem Rezept von Bruce Dickinson gebraut wurde. Up, the Irons.

MK Schechler, N-News.de

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